Am 1. April 1890 ging die Führung des Betriebes auf den jüngeren Sohn Moritz Wobst über. Er gestaltete sein Fuhrunternehmen, der verkehrswirtschaftlichen Entwicklung entsprechend, zur Spedition um. Der Wagenpark wurde erweitert und spezialisiert. Der Möbel- und Schwertransport bildeten die Schwerpunkte des sich rasch entwickelnden Speditionsunternehmens. Vier Jahre später beschäftigte die Firma bereits 40 Arbeitskräfte und besaß 30 Pferde.
1898 kaufte er an der Bautzener Schäfferstraße ein 10 Scheffel (26.670 m²) großes Feldgrundstück und begann noch im selben Jahr mit dem Bau mehrerer großzügig angelegter Wirtschaftsgebäude. Durch den Zukauf zweier weiterer Unternehmen stieg seine Firma zum führenden Speditionsbetrieb der Stadt Bautzen auf.
In den letzten Jahren vor Ausbruch des ersten Weltkrieges traf den Spediteur eine Reihe von Schicksalsschlägen. 22 seiner besten Arbeitspferde gingen ihm ein, im August 1911 brach ein Großfeuer aus, das einen enormen Schaden anrichtete und im September des Unglücksjahres starb auch noch seine Frau Anna. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges stürzte seine Spedition in noch größere Schwierigkeiten. |